Laubholz und Nadelholz: Was ist der Unterschied?

Laubholz stammt von Laubbäumen wie Eiche, Ahorn und Nussbaum. Nadelholz stammt von Nadelbäumen wie Kiefer, Zeder und Tanne. Die Namen beschreiben die Baumart, nicht die Härte des Holzes. Balsaholz, das im Modellbau verwendet wird, zählt zu den Laubhölzern. Eibenholz ist dagegen ein Nadelholz und härter als so manches Laubholz. Für die Wahl des richtigen Bretts kommt es auf andere Unterschiede an.
Woher die Bezeichnungen kommen
Laubbäume sind Bedecktsamer: Sie blühen, bilden Samen in Früchten oder Nüssen und werfen meist im Winter ihre Blätter ab. Nadelbäume sind Nacktsamer: Sie tragen Nadeln und Zapfen und sind überwiegend immergrün. Auch im Holzaufbau unterscheiden sie sich. Laubholz enthält Gefäße – die Poren, die bei Eiche gut zu erkennen sind. Nadelholz transportiert Wasser durch einfachere Zellen und hat keine solchen Poren. Deshalb wirkt Kiefernholz glatt und gleichmäßig.
Holzhärte wird separat gemessen
Wie hart ein Holz tatsächlich ist, zeigt der Janka-Test: Er misst die Kraft, die nötig ist, um eine Stahlkugel bis zur Hälfte ins Holz zu drücken. Die Weymouth-Kiefer liegt bei etwa 380 lbf, die Roteiche bei 1290, der Zuckerahorn bei 1450 und Hickory bei rund 1820. Balsaholz, ein Laubholz, erreicht nur etwa 70. Wenn Strapazierfähigkeit zählt, achte auf den Janka-Wert der Holzart statt auf die Einteilung in Laub- oder Nadelholz. LasWood zeigt den Wert in jedem Holzartenprofil an.
Welches Holz passt zu deinem Projekt?
Im Bauwesen überwiegt Nadelholz: Nadelbäume wachsen schnell und gerade, ihr Holz ist vergleichsweise günstig. Es eignet sich für Rahmenkonstruktionen, Terrassendielen und Zaunpfosten. Zedern- und Mammutbaumholz sind zudem von Natur aus widerstandsfähig gegen Fäulnis und damit gut für draußen geeignet. Für Möbel und Fußböden wird häufig Laubholz verwendet: Seine Dichte hält Beanspruchung stand, ermöglicht präzise Holzverbindungen und lässt sich gut polieren. Ein Esstisch aus Kiefer bekommt schnell Dellen; einer aus Eiche oder Ahorn hält jahrzehntelangem Gebrauch stand.
Laubholz und Nadelholz optisch unterscheiden
Sichtbare Poren sprechen für Laubholz – Nadelholz hat keine. Auffällige runde Äste und ein kräftiger Harzgeruch deuten eher auf Nadelholz hin. Auch das Gewicht kann ein Hinweis sein: Laubholz ist oft schwerer, doch es gibt Ausnahmen. Ist ein Brett lackiert, gebeizt oder verwittert und sind die Merkmale nicht eindeutig, hilft ein Foto mit LasWood schneller als Raten. Die App bestimmt die Holzart und zeigt im Profil, ob es Laub- oder Nadelholz ist, wie hart es ist und wofür es sich eignet.
Häufige Fragen
Ist Sperrholz ein Laubholz oder ein Nadelholz?
Beides ist möglich. Bausperrholz besteht meist aus Nadelholz wie Tanne oder Kiefer. Möbelsperrholz hat häufig ein Deckfurnier aus Laubholz wie Birke, Eiche oder Ahorn auf einem Kern aus verschiedenen Holzarten.
Ist Laubholz immer teurer?
Meistens, weil Laubbäume langsamer wachsen – aber nicht immer. Pappel ist ein Laubholz, das oft weniger kostet als astfreie Kiefer. Deshalb ist es für lackierte Möbel beliebt.


