Welche Holzart eignet sich wofür?

Illustration fächerförmig angeordneter Holzmuster von hellem Ahorn bis dunklem Nussbaum, mit Blättern und Zapfen

Holz lässt sich in drei Gruppen einteilen: Laubholz von Bäumen wie Eiche, Ahorn und Nussbaum, Nadelholz von Kiefer, Zeder und Tanne sowie Holzwerkstoffplatten wie Sperrholz und MDF. Rund zwanzig Holzarten decken fast alles ab, was im Holzhandel oder Möbelbau üblich ist. Hier erfährst du auf einen Blick, wie sie aussehen, wie hart sie sind und wofür sie sich eignen.

Die gängigsten Laubhölzer

Eiche (Rot- und Weißeiche): schwer, markant gemasert und robust – ein Klassiker für Böden, Tische und Schränke. Hartahorn: hell, sehr hart und glatt, ideal für Schneidebretter, Böden und Werkbänke. Nussbaum: schokoladenbraun und gut zu bearbeiten, eine hochwertige Wahl für Möbel. Kirschbaum: fein gemasert, frisch geschnitten lachsrosa und unter Lichteinfluss zunehmend dunkelrotbraun. Esche: ähnelt Eiche, lässt sich gut biegen und ist ein Klassiker für Werkzeugstiele und Stühle.

Tulpenbaumholz: günstig, für ein Laubholz weich und oft grünlich – beliebt für lackierte Möbel und Leisten. Birke: hell und fein, vor allem als Birkensperrholz verbreitet. Hickory: eines der härtesten gängigen nordamerikanischen Hölzer, genutzt für Stiele, Böden und rustikale Schränke. Mahagoni und die häufige Alternative Sapeli: rötlich, formstabil und oft mit streifiger Maserung – für hochwertige Möbel und Boote. Teak: ölig, goldbraun und fäulnisbeständig, der Maßstab für Gartenmöbel und Bootsdecks.

Nadelhölzer für Bau und Außenbereich

Kiefer: leicht, günstig und astreich, verwendet für Bauholz, Regale und rustikale Möbel. Amerikanische Gelbkiefer ist deutlich härter als Weymouth-Kiefer. Douglasie: fest und geradfaserig, ein wichtiges Bauholz in Nordamerika. Fichte: leicht und steif, als Bauholz verbreitet und für die Decken von Musikinstrumenten geschätzt. Zedernholz (Western Red Cedar und aromatische Rotzeder): weich, duftend und von Natur aus fäulnisbeständig, genutzt für Zäune, Fassaden, Schränke und Truhen. Küstenmammutbaum und Zypresse: langlebige Hölzer für Terrassen, Pflanzkästen und Gartenmöbel.

Auch Holzwerkstoffplatten gehören dazu

Sperrholz besteht aus dünnen, kreuzweise verleimten Holzlagen und bleibt dadurch auch als große Platte formstabil. Möbelsperrholz hat eine Decklage aus Laubholzfurnier. MDF besteht aus feinen, mit Harz gepressten Holzfasern: vollkommen eben und gut zu lackieren, aber schwer und an Schrauben wenig belastbar. Spanplatten bestehen aus gröberen Holzspänen und stecken in vielen Möbeln zum Selbstaufbau. OSB-Platten bestehen aus großen Holzspänen und werden für Beplankungen und Unterböden verwendet. Am Kern lässt sich bei keiner dieser Platten eine Holzart bestimmen – an einer furnierten Oberfläche dagegen schon.

LasWood-Holzartenprofil für Nussbaum mit typischen Verwendungen wie Möbelbau, Schränken, Furnieren und Schnitzarbeiten
Jedes Holzartenprofil zeigt typische Verwendungen, damit du das passende Holz für dein Projekt findest.

Du weißt nicht, welches Holz du vor dir hast?

Die Bezeichnungen im Baumarkt sind oft vage ("Whitewood", "Hartholzbrett", "Select"), und Altholz hat meist gar kein Etikett. Fotografiere eine saubere Holzfläche oder das Hirnholz: LasWood zeigt dir die Holzart samt Härte, typischen Verwendungen und Tipps zur Oberflächenbehandlung. So weißt du in wenigen Sekunden, womit du es zu tun hast – bevor du zur Säge greifst.

Häufige Fragen

Welche gängige Holzart ist am stärksten?

Unter den verbreiteten nordamerikanischen Laubhölzern ist Hickory besonders hart und zäh, gefolgt von Hartahorn und Weißeiche. Geht es um die Tragfähigkeit über größere Spannweiten, sind Douglasie und amerikanische Gelbkiefer bewährte Bauhölzer.

Was bedeutet „Whitewood“ im Baumarkt?

Das ist eine Handelsbezeichnung, keine Holzart. In Nordamerika steht sie meist für Fichte, Kiefer oder Tanne, die gemeinsam als SPF-Bauholz verkauft werden.